Holzspanschachteln | Tagwerk

 

Holzspanschachteln | Tagwerk

Im Rahmen der Bachelorarbeit wurden traditionelle Handwerkstechniken aus dem Bayerischen Wald aufgegriffen und neu interpretiert. Neben den ebenfalls auf der Webseite gezeigten  handbedruckten Taschen entstanden auch neuartige Aufbewahrungsboxen und Beistelltische in Zusammenarbeit mit dem Spanschachtelmacher Josef Pilmeier aus Cham.

 

Weiß lasierte Sparschachteln in der Anwendung im Badezimmer, zur Aufbewahrung von Haarklammern, Haargummis oder zur Ablage von Schmuck.

Weiß und Bordeauxfarbene Spanschachtelvarianten.

Projektbeschreibung:

Spanschachteln sind rundliche Behältnisse, die durch Biegen eines dünnen Holzspans ihre Form erhalten. Franz Pillmeier ist der letzte Spanschachtelmacher, der noch in Deutschland produziert. Bereits sein Urgroßvater fertigte um 1908 Holzspanschachteln an, somit wird die Tradition bereits in der vierten Generation weitergeführt. Im Rahmen der Bachelorarbeit gewährte er Einblick in sein Unternehmen.

Die Spanschachtel ist eine sehr alte Verpackungsform. Bevor es Kartonagen und Plastikbehältnisse gab, verpackte man fast alles darin. Dabei war eine Holzspanschachtel keinesweigs ein Objekt des gehobenen Bedarfs, sondern vielmehr ein Gegenstand für den täglichen Gebrauch. Die Spanschachtel als Verpackung wurde von anderen Verpackungsmaterialien fast vollständig abgelöst. Ziel der Arbeit war es daher, ein neues Anwendungsgebiet für die Spanschachtel zu finden und neue Formen zu entwickeln. Es sollten  dabei – wie früher bereits verwendet –  Produkte für den alltäglichen Gebrauch entstehen.

Im Laufe der Bachelorarbeit kristalisierten sich drei neue Anwendungsbereiche heraus: Büro, Badezimmer und Wohnbereich. Also entstanden Spanschachteln zum Aufbewahren, Präsentieren oder Schützen alltäglicher Gegenständen. Dabei sollte die Ästhetik der Materialität und Fertigung bestehen bleiben.